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London


Crystal Palace und Queen´s Hall waren Ende des 19. Jahrhunderts die bedeutendsten Konzerthallen Londons und verfügten darüber hinaus über eigene Orchester. Sir Henry Wood, ein talentierter Nachwuchsdirigent, eröffnete 1895 in eben dieser Queen´s Hall die erste Saison der Proms, der Londoner Promenadenkonzerte. Die Konzerte waren sehr erfolgreich und wurden zu einem festen Bestandteil des Londoner Jahreskalenders. So finden nun alljährlich von Mitte Juli bis Mitte September Abend für Abend Promenadenkonzerte statt. Geändert hat sich nur der Veranstaltungsort. Queen´s Hall wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die Promenadenkonzerte wurden in die Royal Albert Hall verlegt.

Dass jedes Konzert live im Radio und rund ein Dutzend Konzerte im Fernsehen übertragen wird, ist nicht weiter verwunderlich. Seit 1927 werden die Promenadenkonzerte von der BBC gesponsert. Zu diesen Konzerten gehört auch das große Abschlusskonzert, die Last Night of the Proms. Bei diesem Ereignis feiern die Briten auf patriotische Weise sich selbst und ihre Musik. Fahnenschwenkend steht das Publikum in der Royal Albert Hall, bewirft Dirigent und Orchester mit Luftschlangen und singt sich bei den inoffiziellen britischen Nationalhymnen Land of Hope and Glory und Rule Britannia die Seele aus dem Leib. Für alle, die bei der nächsten Last Night of the Proms mitsingen möchten, gibt es hier die Texte.

 

Rule Britannia | Land of Hope and Glory | Jerusalem | God save the Queen