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London


"Sir, when a man is tired of  London

he is tired of life: for there is in

London all that life can afford."
 

Samuel Johnson

 

London ist groß, London ist riesig, und dass nicht nur, weil es flächenmäßig die größte Stadt Europas ist. Für Anfänger bietet die Hauptstadt Großbritanniens unzählige Möglichkeiten und eine unüberschaubare Anzahl an Sehenswürdigkeiten. Der Fortgeschrittene kennt diese Sehenswürdigkeiten bereits. Na und? Er schaut sie sich trotzdem nochmals an und freut sich jedes Mal wieder, wenn er vor Big Ben steht, die Leuchtreklame am Piccadilly Circus bestaunt oder eine  eine alte, rote Telefonzelle sieht. Auch wenn diese mittlerweile als Plakatwand für Werbekärtchen von strengen Dominas, brasilianischen Streichelkätzchen und schwedischen Straps-Ladies gespickt sind.


London ist eine Stadt voller Faszination und voller Widersprüche. London ist laut, vor allem in der U-Bahn. London ist leise, vor allem in den Parks und in den Stadtteilen, die etwas außerhalb liegen. In Westminster erheben sich prachtvolle Bauten, in der U-Bahn-Station nebenan stößt man auf Menschen, die ihre gesamten Habseligkeiten in zwei Plastiktüten mit sich tragen und von dem leben, was Menschen in den Abfalleimer werfen. Fährt man mit der Bakerloo Line von Embankment zwei Station nach Norden, erreicht man den Leicester Square - Ausgangspunkt für Theater- oder Musicalbesuche.

 

Einen Steinwurf entfernt liegen Piccadilly Circus und Soho, das Vergnügungsviertel Londons, in dem Einheimische und Touristen jeden Abend feiern, als gäbe es kein Morgen. Einheimische und Touristen kommen gut miteinander aus, wenn sich Touristen an ein paar Regeln halten. Manche Dinge in London sind für Deutsche nahezu kurios, obwohl sie eigentlich selbstverständlich sein sollten.  An keinem Ort der Welt sagt man so häufig Danke und Bitte. Ihnen ist jemand auf den Fuß getreten? Egal, entschuldigen Sie sich einfach. Schließlich standen Sie jemandem im Weg.  An keinem Ort der Welt steht man so häufig in einer Schlange. Egal, ob im Supermarkt, an der Bushaltestelle oder an der Theaterkasse. Irgendwo gibt es immer Schlange, an der man sich anstellen kann. Queue jumping, also sich vordrängeln, ist das schlimmste, dass man machen kann. Es gibt eine Ausnahme: In der U-Bahn gelten zu den Stoßzeiten die Gesetze des Dschungels. Aber auch wenn es in der U-Bahn hektisch ist, die allgemeine Lautstärke ist geringer als in Deutschland, und das schont Ihre Nerven, so dass Sie sich darauf konzentrieren können, eine der interessanten Städte der Welt zu entdecken. Viel Spaß!

 

Man kann London schlecht ganz sehen - das dauert Jahre. Die meisten Menschen verbringen lediglich ein verlängertes Wochenende oder eine Woche in der Hauptstadt des Empires. Dabei stellt sich die Frage, was man in dieser "kurzen" Zeit sehen muss oder sehen sollte. Eine kleine Hilfestellung bei der Bewältigung dieses Problems soll übrigens der TravelGuide darstellen. Wer bereits den Reisebericht gelesen hat, der weiß, was man innerhalb von einer Woche in London erleben kann. Wer den Reisebericht noch nicht gelesen hat - stellt sich die Frage "Warum nicht?" - kann es hier erfahren.